Die Königin - Sommer

Rosenzauber, Schwalbenflug
Größte Fülle, ausgedehnte Weite
Als Königin gestalten, genießen und begrenzen
Gesättigt in Augenblicken sinnlicher Ruhe-Sein

Mit diesem Fest zeigt sich die Lebensenergie, das Göttliche, die Göttin in ihrem gestaltgebenden Aspekt: als Königin, als Mutter, als märchenhafte Sunna - die blühende Sonnenschwester. Mit dieser Kraft können wir jetzt in der sichtbaren Welt mit Feuer (Lust und wandeln), mit Wasser (Gefühl und lösen), mit Erde (Sein und tragen) und mit Luft (Ideen und verbinden) aus der Mitte heraus großzügig und weitherzig wirken und gestalten, entscheiden und umsetzen - so weit, wie es eben gerade jetzt möglich ist.

In der Zeit der Sommersonnenwende ist die Kraft der größten Fülle, ein äußerer Überfluss am deutlichsten zu spüren. Sie führt uns zu einem einfachen und tiefen, in Materie geformten Wohlstand. Er führt uns vor Augen, dass ein wohliger Stand in unserem Leben, auf die Art wie wir ihn formen, möglich ist. Auch wenn es uns nicht immer gleich gelingt, unseren wohligen Stand zwischen all dem "zu viel" von dem wir umgeben sind, zu finden und einzunehmen. Jede ist eingeladen, ihren eigenen Raum zu füllen: ihr spirituell/magisch/philosophisches Handwerkszeug, ihre Persönlichkeit und ihr Wirken in der Welt zu entwickeln zu ihrem Wohle und zum Wohle aller Wesen.

Die Königin schöpft aus dem Vollen, wirkt und genießt verantwortlich. Dabei gibt sie dem Chaos eine Form, so dass die Üppigkeit sie und ihre Wege nicht überwuchert. Zum Loslassen eignen sich besonders gut die Zeiten der Vollmonde oder auch Monde im Tierkreiszeichen Skorpia. Im Sommer sind unsere Wünsche, unsere Saatkörner der Wintersonnenwende in ihre größte Weite gelangt. Jetzt ist es Zeit sie wieder loszulassen und auf ihr sinnvolles, eigenständiges Sein liebevoll zu vertrauen.

Die Lebenskraft in uns lässt sich nach ihrer antreibenden Wachstumszeit als "Liebestänzerin" zu Walpurgis durch ihren sommerlichen Reichtum als "Königin" sättigen und kommt shr gern dabei zu sinnlicher Ruhe. In dieser zeit kann es köstliche Tage des Stillstands, ähnlich denen zur Wintersonnenwende in den Rauhnächten, geben. Herzen gehen aus und suchen Freude, Freude in Rot, in Musik, im Tanz, im Sein.

© Martha, Sommer bis Rauhnächte 2007