Schwester der Sonne. Ein Jahr in Kuna Yala.

Buchempfehlung von Angela

Der Zufall führt die Malerin Antje Olowaili auf ihrer abenteuerlichen Reise quer durch Lateinamerika zu den Kuna-Indianern Panamas. Ein ganzes Jahr über wird die junge Leipzigerin bei ihnen leben – als erste Weiße erhält sie längeres Aufenthaltsrecht in der autonomen Inselregion Kuna Yala. Der indianischen Kultur mit ihren starken Frauen begegnet die Fremde offen und bereit, sich auf den naturnahen Alltag der Menschen einzulasssen. Sie spielt und arbeitet, lacht und leidet gemeinsam mit ihnen und setzt sich mutig einer Augenbehandlung durch einen Medizinmann aus. Mit der jungen Indianerin Oleanda, die ihr verbotenerweise die Sprache ihres Volkes beibringt, verbindet sie bald eine zarte Liebe…

Doch das Leben auf den Palmeninseln birgt harte Prüfungen. Je mehr die vertrauensvolle Besucherin verstehen und sehen lernt, desto mehr Konflikte tauchen auf – bis ein alter Schamane und seine Frau sie als Tochter aufnehmen und in ihre Rituale einweihen. Am Ende wird man sie „Olowaili“ nennen: Schwester der Sonne.

Antje Olowaili verzaubert mit ihrer literarischen Stimme: mit den Augen einer Malerin schildert sie anschauliche, farbenfrohe Szenen, die Einblicke in das Leben der Kuna geben. Der Hüttenalltag, Riten und Feste vermitteln ein buntes Bild, untermalt von indianischen Liedern und der berühmten farbenprächtigen Mola-Kunst der Frauen.

Antje Olowaili, Ulrike Helmer Verlag, 2004